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![]() Das Bambus-Lexikon The Bamboo Lexicon |
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| Bambus aus Laborvermehrung ist nicht zu empfehlen! Fargesia Jiuzhaigou Bamboo non invasive clumping bamboo. Seedling from northern Sichuan, China. This is the most beautiful bamboo known today and it doesn't spread. Color varies from black and green to red and yellow and almost translucent yellow. Gartenbambus 'Jiuzhaigou 1' Original Alle Fargesia werden ohne Kübel und ohne Rhizomsperre gepflanzt. Sämtliche Fargesia-Arten und Sorten treiben keine Wurzelausläufer, wachsen also horstig, wie eine Staude oder ein Gras und können durch abstechen mit einem Spaten auch als kleinerer Horst (Busch) kultiviert werden. Alle Fargesia wachsen wesentlich besser in humosen, nährstoffreichen Böden. Ideal ist eine Pflanzung in Bambuserde. Sonst sollten Sie eine Bodenverbesserung vornehmen. Mischen Sie wie folgt:, 1/3 Torf, 1/3 Pinienrinde Körnung 7-15 oder Kompost und 1/3 Ihres Gartenboden. Die Zugabe eines Tongranulates (z.B. Seramis, evtl. auch Bimskies) erhöht die Wasserspeicherung wesentlich und das Substrat bleibt luftiger, so dass die Pflanzen schneller und besser einwurzeln. Anschließend das Aufdüngen mit Bambusdünger nicht vergessen. Sämtliche Kultivare von Fargesia Spez. Jiuzhaigou wachsen im norddeutschen Küstenbereich, Schleswig-Holsten, Nord-Niedersachsen, Mecklenburg und Dänemark aufrechter, als in wärmeren Gegenden. Die Halme reifen schneller aus (werden schneller hart) und beblättern sich erst später. So werden die neuen Halme nicht durch das Gewicht der neuen Blätter herunter gebogen (gedrückt). Im Norden der Provinz Sichuan, gut 300 Kilometer von Chengdu entfernt, beginnt das Verbreitungsgebiet von Fargesia nitida. Ich habe schon einige Standorte aufgesucht und dabei bemerkt, dass die Unterschiede von Standort zu Standort so groß sind, dass wir einige der vielen Klone mit neuen Sortennamen versehen würden. Für die Chinesen, auch dem Fargesien-Experten Prof. Yi Tongpei, sind standorttypische Unterschiede nicht wichtig und alle Klone werden als Fargesia nitida bezeichnet. Für Prof. Yi gehören auch die Pflanzen im Nationalpark Jiu Zhai Gou zu Fargesia nitida. So wäre der korrekte Name Fargesia nitida 'Jiuzhaigou'. Allein schon der größere Halmabstand und die längeren Rhizomhälse sind vergleichbar mit Nitida. Ebenso verhält es sich mit Fargesia scabrida oder Rufa. Beschreibung: | |
| Höhe: | 3,00 bis 4,00 m (. Im Alter sicherlich bis 5 Meter.) |
| Halme: | anfangs grün, weiß bemehlt, später bläulich, ausgehärtete Halme gelblich bis rötlich ausfärbend, später rötlich-bräunlich, an halbschattigen oder sonnigen Standorten rötlich bis rot ausfärbend. Auffallend rot ab dem 3. Jahr, wenn die unteren Zweigpartien entfernt werden und so mehr Sonne an die Halme kommt. Dünn, sehr stabil, Spitze bogig, bis 12 mm Ø. Größerer Halmabstand mit längeren Rhizomhälsen als bei Murieliae.. D. h. kleine Pflanzen sind anfangs auch nie so buschig wie bei der Sorte `Geneve`, Fargeia rufa oder die Sorten von Fargesia murieliae. |
| Blätter: | satt-grün, klein, zart, weich |
| Wuchs: | im Küstenbereich aufrecht, gerade mit bogigen oder überhängenden Spitzen. In wärmeren regionen auch überhängend, grazile Belaubung, sehr dichte Blattmasse, horstig. Bei sehr guter Pflege kann in den ersten 2 Jahren mit einem Jahreszuwachs von 50 bis 100% erreicht werden. Bedingung: gepflanzt in Bambuserde, ausreichende Düngung im nächsten Frühjahr und in der warmen Jahreszeit gut feucht halten. Sämtliche Kultivare bleiben in wärmeren Regionen deutlich niedriger |
| Standort: | halbschattig bis sonnig, geschützt. An wärmeren, sonnigen Standorten ist eine Beschattung des Wurzelbereichs zu empfehlen (niedriger Holz- oder Bambuszaun o. ä.). In Regionen mit höherer Luftfeuchtigkeit, wie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Nord-Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg oder Dänemark auch vollsonnig. Neue Blätter treiben in der Regel schon im März. Der Jade Bambus Original ist sehr winterhart und wärmeverträglich. Wie alle winterharten Fargesien bleiben die Pflanzen in warmen Regionen deutlich niedriger. D. h., wenn die Endhöhe bei einer Sorte von Fargesia murielae mit 4 Meter angegeben ist, so wird die Pflanze z. B. in Koblenz nur 3 Meter und in Süd-Frankreich nicht wesentlich höher als 2,5 Meter werden. |
| Winterhärte: | -18° bis -26°. In Regionen mit höherer Luftfeuchtigkeit, wie in Schleswig-Holstein, Hamburg, Nord-Nedersachsen, Bremen, Mecklenburg oder Dänemark keine Blattschäden bei -25° in den Winter 2009/2012. |
| Platzbedarf: | Ø ab 2,5 m, dann müssen Sie aber laufend abstechen. |
| Verwendung: | Solitär, dichter Sichtschutz, Bambushecken, sehr schnittverträglich, Begleitpflanze an Teich und Bachlauf, gute und dekorative Kübelpflanze. |
| Bemerkungen: | Einführung durch S. Wagner 1987. An vielen Standorten schützt sich der Jade Bambus durch starkes Blattrollen vor Kälte, Wind und Sonne. Nach Ende des Winters entrollen sich die Blätter sehr schnell. Die Fargesia Spez. 'Jiuzhaigou 1' benötigt in der Regel in den ersten Jahren einen ausreichenden Winterschutz (Strohballen etc.). Die Pflanzen verlieren an lufttrockenen Standorten mit Wintersonne einen Teil der Blätter oder rollen sich stark ein. Die Blätter treiben im zeitigen Frühjahr schnell neu aus. Am richtigen Standort, mit einem humosen, nicht austrocknenden Boden und nach 2-4 Jahren Eingewöhnungszeit eine dekorative, vollbuschige und empfehlenswerte Sorte mit stabilen Halmen. Durch das Entfernen (Aufasten) der unteren Zweige färben die Halme des Jade Bambus rötlich bis rot aus. Ab dem 3. Standjahr Jahren bleiben die Pflanzen in der Regel wesentlich wintergrüner! Der Wurzelstock sollte bis ca. -27° winterhart sein. Am Naturstandort in Nord-Sichuan, China, gehen die Pflanzen an einigen Standorten fast blattlos durch den Winter. Sämlingsvermehrung. Wertvoll. Ein dekorativer Sämling aus dem 'Tal der 9 Dörfer' in West-China. Im Sommer 2009 erreichte die Pflanze Nähe Hannover bereits mehr als 4,5 m Höhe. Die nächste Blüte wird erst wieder in ca. 100 Jahren erwartet! Der ideale Bambus als Sichtschutz bis 4 Meter Höhe ( nach ca. 7 Jahren). |
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Ich habe in den letzten 10 Jahren nur gute Erfahrungen mit dem Jade Bambus gemacht und kann diese Sorte für jeden Standort empfehlen.
Die abgebildete Kübelpflanze steht bei mit im 4. Jahr am Hauseingang und wurde im letzten Jahr im Sommer in 6 Teile zersägt und neu in Bambuserde gepflanzt. Keinerlei Winterschäden 2009/2010.
Bei den tropischen Temperaturen mit 39° im Schatten habe ich an dieser Stelle 62° in der Sonne gemessen. Eigentlich viel zu heiß für die winterharten Fargesien. Der Jade Bambus im Pastikkübel wird von mir max. 2. die Woche gewässert und so wunderte es mich nicht, dass die Pflanze sich von mittags bis spät nachmittags durch starkes Blattrollen vor der Verdunstung schützte. Abends stand die Pflanze nach ausgiebigen Wässern fast wieder in ihrer vollen Pracht da.
Bambushecken: der lebende, wintergrüne Sichtschutz.
Im September wurde der Bambus Fargesia murielae entfernt und durch die Fargesia Spez. 'Jiuzhaigou1' = Jade Bambus ersetzt. Auf der Fläche mit Sandboden wurde ein 5 Meter langer, 100 Zentimeter breiter und 50 Zentimeter tiefer Graben ausgehoben und mit Bambuserde aufgefüllt. 6 Pflanzen in der Höhe 150/175 cm aus 25 Liter Containern wurde gepflanzt und werden schon im nächsten Herbst als Sichtschutz dienen.
So wird die Bambushecke im Herbst 2010 auf mindestens 2 m Höhe vor neugierigen Blicken schützen und einen blickdichten Sichtsachutz ergeben.
This new Fargesia, formerly thought to be a form of nitida, is becoming known for the intense red color of the new culms. They then age to a mellow yellow. Unlike most other Fargesias, 'Jiuzhaigou' needs to be planted where it gets enough direct sun to turn the culms red.
The leaves are small, smaller than most nitida clones and are reddish at first, fading to a light green. It is also a fairly upright member the Fargesia genus, due the very small leaves not bearing much weight on the tops of the culms.
This bamboo was collected in Jiuzhaigou Park in northern Sichuan, China by a German pharmacist named Stephan Wagner. It was brought back to Europe as seedlings in 1987. Strikingly beautiful in the Spring and Fall.
Bambushecke mit Fargesia Spez. 'Jiuzhaigou 1'.
Der Jahreszuwachs bei einer Pflanzung in der Größe 80-100 Zentimeter aus 10 l Container im Abstand von 40 Zentimeter. Wer etwas geduldiger ist, der pflanzt in einem Abstand von 80 oder 100 Zentimeter, dann dauert es halt ca.5 Jahre bis die Hecke blickdicht ist.
Die Wüchsigkeit ist von mehreren Faktoren abhängig: Alle Fargesia wachsen wesentlich besser in humosen, nährstoffreichen Böden. Ideal ist eine Pflanzung in Bambuserde. Sonst sollten Sie eine Bodenverbesserung vornehmen. Mischen Sie wie folgt:, 1/3 Torf, 1/3 Pinienrinde Körnung 7-15 oder Kompost und 1/3 Ihres Gartenboden. Die Zugabe eines Tongranulates (z.B. Seramis oder Bimskies) erhöht die Wasserspeicherung wesentlich und das Substrat bleibt luftiger, so dass die Pflanzen schneller und besser einwurzeln. Anschließend das Aufdüngen mit Bambusdünger nicht vergessen.
Zuwachs: Je geschützter und wärmer der Standort, also auch die Region, um so mehr Zuwachs. Je besser die Pflege, also die Wasserversorgung und Düngung, um so höher der Zuwachs.
Blickdicht: Die Spitzen der neuen Halme kappen, auch gleich nach der Pflanzung (ca. 20 % der Halmlänge), dadurch produzieren die Pflanzen mehr Blätter und wachsen buschiger.
Herbst 2008: Die abgelichtete Pflanze steht bei mir seit 3 Jahren in einem 50 l Container. Einen großen Teil der aufkommenden Neuhalme schneide ich gleich ab (schon als Sprossen), bevor sie in die Höhe wachsen. Die 3-4 jährigen Halme färben sich dekorativ rölich bis gelblich aus.
Der Jade Bambus als Sichtschutz kommt mit relativ wenig Platz aus. Die auf den 2 folgenden Fotos abgebildete Hecke ist ca. 12 m lang, im unteren Bereich aber nur 1 Meter breit. Die Wurzeln (die keine Schäden anrichten) sollten zu allen Seiten ausreichend Platz haben, denn die Fargesien sind Flachwurzler. Je mehr Fläche für die Wurzeln, um so weniger rollen die Blätter an heißen Sommertagen. Die Rasenfläche kann gerne bis an die Hecke angrenzen, die Wurzeln wachsen unter dem Rasen und können die Pflanzen so mit Nährstoffen und Wasser versorgen.
Im oberen Bereich ist die Hecke durch die überhängenden Zweige ca. 250 cm breit. Durch einen Schnitt im nächsten Frühjahr können Sie die Breite mit der Heckenschere bis auf 100 cm begrenzen. Schon im Mai sollten die Schnittstellen von den filigranen Blättern des Jade Bambus überwachsen sein.
Wesentlich wüchsiger scheint die 'Geneve' zu sein, die Halme färben ebenso rot aus. Ihre Hecke wird bei der Verwendung der Geneve also noch schneller blickdicht und Sie benötigen weniger Pflanzen. Die Jiuzhaigou Kultivare und die 'Fontäne' sind für mich die Pflanzen der Zukunft, denn sie sind viel wärmeverträglicher und wesentlich winterhärter, als die bisher ausgelesenen Kultivare von Fargesia murielae (Fargesia murieliae).
In den ersten 2 Jahren verlieren alle Jiuzhaigou's an sonnigen Standorten im Winter bis zu 40% ihrer Blätter. Pflanzen die halbschattig stehen und schon länger eingewurzelt sind oder als Kübelpflanze gut versorgt werden, bleiben mit einer dichten Laubmasse auch im Winter blickdicht. Grundsätzlich werfen alle Fargesia im Herbst mehr Blätter ab, als die Phyllostachys.
Nach einer 1-jährigen Eingewöhnungszeit hat sich die kleine 80/100 cm hohe Pflanze im 3. Jahr prachtvoll entwickelt. Im August 2008 treibt sie viele neue Halme, die den kleinen Solitär deutlich an Höhe überragen.
Den Jade Bambus im 3. Jahr im Pflanzkübel aus Terracottaplastik überwintere ich im Gewächshaus fast frostfrei. Die Pflanze steht bei mir vollsonnig, wurde im Mai und Juni gedüngt. Das Substrat halte ich feucht und wässere an heißen Sommertagen jeden Tag.
Die Fargesia Spez. 'Jiuzhaigou 1' als Kübelpflanze (Bild unten links) wird im Spätherbst in ein wesentlich größen Kübel gepflanzt.
Bild unten rechts: diesen formierten Solitär halte ich durch einen Formschnitt im Mai und Anfang Juli jahrelang in dieser Größe. Die später herausschießenden Neuhalme schneide ich ca. 20 cm unterhalb der jetzigen Höhe ab. Die an Seiten austreibenden Neuhalme steche ich mit dem Spaten ab und verpflanze oder topfe die Teilstücke.
Verbreitungsgebiet: China, in den Bergen von Nord-West-Sichuan im Nationalpark Jiu Zhai Gou (Tal der neun Dörfer) = frei übersetzt nach den neun tibetischen Dörfern in diesem Tal, mit den jadefarbenen Seen bis auf ca. 3000 m Höhe und in den schwer zugänglichen Nebentälern. Ausführliche Informationen finden Sie hier
Fargesia Spez. 'Jiuzhaigou 1' wurde 1986 als Sämling nach Süd-Deutschland durch Herrn S. Wagner eingeführt.
Letzte Blüte dieser Sorte von Fargesia nitida von 1985 - 2002 im National Park Jiu Zhai Gou, Provinz Sichuan, China. Durch das Erdbeben im Frühjahr 2008 war der Park bis 2009 nur von Norden her errreichbar.
Dieser Bambus erfüllt alle Kriterien für eine vielseitige Verwendung:
horstig wachsend (keine lästigen Ausläufer), daher pflegeleicht!
Keine Rhizomsperre oder Speißkübel (Maurerkübel), denn er läßt sich im Umfang, wie in der Höhe oder Breite leicht schneiden oder formieren!
Volle, undurchsichtige Blattmasse, daher auch als Sichtschutz einsetzbar!
Winterhart und sonnenverträglich, daher an fast allen Standorten zu verwenden! Die vielfarbig ausfärbenden Halme sind eine Bereicherung für viele Pflanzstellen!
Gute Schnittverträglichkeit, daher auch als Kübepflanze eine Bereicherung!
Der Jade Bambus wurde von einem Sämling vermehrt, daher ist mit einer Blüte in den nächsten 100 Jahren kaum zurechnen.
Mein absoluter Liebling unter den neuen Fargesia-Kultivaren!
Fred Vaupel im November 2006
© Das Bambus-Lexikon wurde als frei zugängliche Datenbank nach einer Idee von Fred Vaupel 2005 erstellt und erarbeitet.
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